Henna für Haut und Haar

In vielen Kulturen und Ländern wird Henna sehr vielfältig für kosmetische Zwecke eingesetzt. Bei uns in Europa ist Henna eher ein Geheimtipp und wird sehr viel von Befürwortern natürlicher Zutaten genutzt.

Trotz seines natürlichen Ursprungs ist Henna nicht immer unbedenklich, sodass eine sorgfältige Anwendung wichtig ist. Allergien treten leider in vielen Bereichen auf und auch Henna bildet hier keine Ausnahme, auch wenn die Allergien zumeist von Beimischungen hervorgerufen werden.

Henna-fuer-haut-und-haarDoch sehr viele Anwenderinnen sind mehr als zufrieden mit Henna zum Haare färben, zur Kräftigung der Haare oder auch für Henna Tattoos, die sogenannte Mehndi-Malerei.

Wir verraten Ihnen hier, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich gerne einmal mit Henna Produkten näher beschäftigen möchten.

Was ist Henna?

Henna wird aus einem strauchartigen Gewächs gewonnen und war schon im alten Ägypten und bei den Griechen bekannt. Der Hennastrauch wächst nur in warmen Regionen und besticht mit wundervoll duftenden Blüten. Das beste und reinste Henna wird in Marokko hergestellt.

Die Farben von Henna variieren durch die Art der Gewinnung. Sie stammen also nicht von verschiedenen Pflanzen, sondern unterscheiden sich nur durch die verwendeten Bestandsteile. Die kleinen, erbsengroßen Samen enthalten einen blauschwarzen Farbstoff. Sehr oft werden aber nur die Blätter des Hennastrauches genutzt.

Diese werden von den Zweigen abgestreift, im Schatten getrocknet und fein zerrieben. Dieses Farbpulver erzielt je nach Qualität und Verarbeitung ein Farbspektrum von hellem Orange bis hin zu einem dunklen Mahagoniton. Häufig enthält Henna aber auch farbgebende Pigmente anderer Pflanzen.

Bekannterweise gilt Henna in Deutschland als Haarfarbe und wird in unterschiedlichen Nuancen angeboten. Gerade bei den Tönen Blond und Schwarz ist kaum Henna enthalten, sondern andere Stoffe.

Schwierig wird es, wenn bei Tönen im dunklen Bereich PPD (Phenylendiamin) enthalten ist. Dieser Stoff wird chemisch hergestellt und löst unter Umständen schwere Allergien und Haarschäden aus.

PPD ist zwar in Europa umstritten, aber wer seine Produkte über das Internet bestellt , sollte genau auf die Zutatenliste schauen. Wenn Schwarz mit natürlichen Farben gefärbt werden soll, sind Mischungen mit Indigo sinnvoller.

Der Färbeprozess funktioniert übrigens nur, wenn Henna mit warmem Wasser angerührt wird. Die Einwirkzeit ist dabei sehr lange, damit die Farbe mit den Eiweißbausteinen von Haut und Haaren eine dauerhafte Verbindung eingehen kann.

Je nach Beschaffenheit von Haaren oder Haut kann der Färbeprozess zwischen zwei und acht Stunden dauern. Je länger die Einwirkzeit bemessen wird, desto intensiver ist das Ergebnis.

Henna zum Haare färben

Pflanzenhaarfarbe-KhadiWer seine Haare das erste Mal mit Henna färben möchte, sollte sich eine fertige Mischung* mit genauer Anleitung besorgen. Erfahrene Anwender schwören häufig auf eigene Mischungen, denen verschiedene Zusätze wie Öle, Joghurt oder Tee beigegeben werden. Für Anfänger ist dieses Vorgehen jedoch meist zu verwirrend.

Was Sie unbedingt wissen müssen, ist, dass Henna die Haare dauerhaft färbt. Das bedeutet, Sie werden die Farbe nur durch Abschneiden oder chemische Hilfen wieder los. Es ist also ein bedeutender Schritt, sich für Henna zu entscheiden.

Zwar liegt die Farbe nur wie eine Art Hülle auf dem Haar, anstelle wie chemische Farben einzudringen, jedoch ist auch dieser Prozess endgültig. Henna sollte übrigens nicht auf stark blondierten Haaren angewendet werden, da es hier zu unvorhersehbaren Farbergebnissen kommen kann.

Damit das Färbeergebnis gleichmäßig ist, sollten die Haare absolut fettfrei sein. Deshalb ist es wichtig, die Haare vor der Behandlung besonders gründlich zu waschen.

Hennapulver muss immer mit warmem Wasser angerührt werden, denn der im Wasser enthaltene Sauerstoff ist für die Farbgebung sehr wichtig. Deshalb können Sie die Haare auch gut abdecken, um die Wärme der Paste länger zu halten.

Es kann vorkommen, dass die Haare die Hennafarbe nicht gut oder gar nicht annehmen. Dieses Problem kann mehrere Ursachen haben.

Bei geschädigten Haaren beispielsweise ist die Schuppenschicht der Haare sehr aufgeraut und das Henna findet keinen Halt. Wer seine Haare häufig mit chemischen Haarfarben gefärbt hat, muss also unter Umständen warten, bis diese Haarschädigungen herausgewachsen sind.

Fudge Detox Deep Cleanser ShampooFett oder Silikon im Haar sind ebenfalls eine Ursache für misslungene Färbeversuche mit Henna. Wird das Haar nicht gründlich schamponiert, kann der verbleibende Fettfilm die Farbpigmente daran hindern, sich um das Haar zu legen.

Silikone aus Haarpflegeprodukten haben einen ähnlichen Effekt. Hier hilft es nur, auf silikonfreie Produkte umzusteigen und Rückstände mit Peeling-Shampoo aus den Haaren zu entfernen. Das Shampoo Fudge Detox Deep* Cleanser leistet hierfür einen guten Dienst. Er befreit das Haar von allen abgelagerten Stylingrückständen.

Tattoos mit Henna

Gerade in Urlaubsländern werden am Strand immer wieder Hennatattoos angeboten. Auch bei uns finden sich immer wieder Geschäfte, die die schönen Körperverzierungen anbieten.

Der Vorteil von Hennatattoos ist, dass sie nach einiger Zeit verblassen. Doch auch hier kann das eventuell enthaltene PPD zu Problemen führen. PPD wird häufig zugefügt, um die Tattoos dunkler zu machen. Außerdem sind sie schneller fertig, sodass PPD einfach als Beschleuniger verwendet wird.

Wer allergisch reagiert, riskiert nicht nur Juckreiz, sondern sogar offene Wunden. Selbst Leberschäden sind möglich. Die rotbraunen Bemalungen sind deutlich ungefährlicher als Schwarz. Hier bestehen keinerlei ärztliche Bedenken.

Auch die Einwirkzeit gibt Aufschluss auf die verwendeten Zutaten. Henna braucht zwei bis acht Stunden, um ein sichtbares Ergebnis zu liefern. Die Mehndis verblassen nach ca. zwei bis drei Wochen, da nur die Oberhaut eingefärbt wird.

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