Narbenpflege nach OP – wie kann man frische Narben pflegen?

Wer eine Verletzung oder Operation wie eine Brustvergrößerung oder einem Kaiserschnitt gerade erst hinter sich hat, kann die Narben direkt richtig behandeln. So wird der Heilungsprozeß gefördert und die Narbe fügt sich oftmals sehr unauffällig in das Hautbild ein. Operationsnarben lassen sich also mit gezielter Pflege nach der Operation gut behandeln.

Fibröse bzw. keloide Narben lassen sich von den Narbentypen am leichtesten glätten. Sie fallen nur durch eine etwas unebene Hautstruktur auf.

Anders sieht es bei geschrumpften oder eingezogenen Narben aus. Hier müssen Sie direkt konsequent vorgehen, damit sie schön glatt werden.

Leider empfehlen Ärzte häufig keinerlei Narbensalbe nach OP. Sie sehen die Narben als etwas an, was eine natürliche Folge eines Eingriffs oder eines Unfalls ist. Eine Salbe ist aus ihrer medizinischen Sicht dann kein notwendiges Arzneimittel. Dass die Betroffenen darunter leiden könnten, kommt ihnen häufig gar nicht in den Sinn.

Wenn Ihr behandelnder Arzt keine Narbenpflege erwähnt, dann bedeutet dies nicht, dass sie keinen Sinn machen oder Sie damit keinen Erfolg haben können. Wenn Sie möchten, dass die Narbe so unsichtbar wie möglich wird, dann fragen Sie direkt nach, ob und wann Sie Narbensalbe verwenden können.

Natürlich sollte der Wundverschluss gegeben sein und eventuelle Fäden bereits gezogen sein.

Frische Narben werden vor allem durch die Massage, die entsteht, wenn das Produkt aufgetragen wird, verbessert. Salben mit heilenden Wirkstoffen wie Dexpanthenol, Allantoin und Heparin sind hier sehr sinnvoll. Wichtig ist, dass die Haut durch die Narbenmassage geschmeidig bleibt und sich keine trockenen Wülste bilden.

Junge Narben wie Operationsnarben (Unfälle, Kaiserschnitt etc.) sollten täglich nach einer entspannenden Dusche massiert werden. Rund zehn Minuten Zeit sollte es Ihnen wert sein, damit die Heilung optimal verläuft.

Nach der Massage kann die Narbe mit einem Narbenpflaster abgedeckt werden. Anstelle von Pflastern kann auch ein Narbensalbe verwendet werden, der einen unsichtbaren Schutz über die Narbe legt.

Was hilft gegen Narben – lassen sich ältere Narben verbessern?

Je nach Beschaffenheit können auch ältere Narben nachbehandelt werden.

Viele Narbensalben sorgen dafür, dass unschöne oder wulstige Narben deutlich verblassen.

Wichtig ist, die empfindliche Haut immer mit einem hohen Lichtschutzfaktor zu pflegen. Ansonsten dunkeln solche Narben schnell nach und fallen dadurch mehr auf.

Narbengel mit Zwiebelextrakt verbessert auch ältere Narben sichtbar. In Kombination mit Ultraschall ist die Behandlung besonders wirksam.

Da Narben ein anderes Gewebe als die restliche Haut haben, sind sie auch empfindlicher. Wenn Narben oft jucken und zwicken, fehlt ihnen häufig Feuchtigkeit. Dann wirken kosmetische Narbensalben wie eine Wohltat.

In den ersten zwei Jahren nach der Bildung verändern sich Narben immer noch. Danach bleiben sie eigentlich gleich. Deshalb ist es sehr wichtig, nicht zu früh mit der Narbensalbe aufzuhören.

Je länger Sie dranbleiben, desto schöner wird die Narbe später durch die Verbesserung ins Hautbild passen. Hochwertige Narbensalben können eine alte Narbe zwar nicht unsichtbar machen, aber radikal korrigieren.

Auch Schwangerschaftsstreifen oder andere Dehnungsstreifen lassen sich durch die Behandlung mit Narbencreme verbessern.

Welche Narben lassen sich mit Narbensalbe verbessern?

Hier finden Sie die Anwendungsmöglichkeiten von Narbencreme noch einmal übersichtlich zusammengefasst. Sie lässt sich anwenden bei Narben nach

  • aller Arten von Verletzungen und Unfällen
  • Operationen ( wie nach plastischer Chirugie oder Kaiserschnitten bzw. alle Arten von chirurgischen/medizinischen Eingriffen)
  • Hautkrankheiten wie Akne
  • Windpocken
  • Verbrennungen
  • Schwangerschaften (allgemein bei Dehnungsstreifen)
  • Bissen, Quetschungen, Schnitten

Hier auch noch einmal in einem Video des Bepanthen Scargels* zusammengefasst:

 

Narbensalbe – welche Wirkstoffe sind sinnvoll?

Generell sollte mit der Narbenbehandlung erst angefangen werden, wenn die Wundränder geschlossen sind. Es sollte an der Wunde auch keine Entzündung oder direkte Hautverletzungen mehr vorliegen.

Nun haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Narbensalben, die Sie online oder in der Apotheke erwerben können.

Sehr häufig werden silikonhaltige Präparate angeboten. Wer ansonsten Silikone in Kosmetik meidet, sollte hier überlegen, ob er nicht doch auf diesen Wirkstoff in der Narbensalbe zurückgreift. Denn hier kann es kann durchaus von Vorteil sein. Die Cremes oder Narbengele legen sich als unsichtbarer Schutz über die Narbe und sorgen dafür, dass diese nicht austrocknet.

In Kombination mit einer Narbensalbe, die Pflanzenwirkstoffe enthält, ist Silikon besonders praktisch. Extrakte aus Kamille oder Heparin fördern die Durchblutung, die Bildung von Kollagen und die Wundheilung und sind deshalb ideal zum Einmassieren. Anschließend legt sich das Silikon über die Haut wie ein Pflaster.

Urea (Harnstoff) in der Heilsalbe wird in der Narbenpflege gerne dazu genutzt, um die Narbe weicher zu bekommen.

Generell lässt sich sagen, dass die Wirksamkeit aller Narbensalben und anderer Narbenpflege sehr stark von der Anwendungsdauer abhängt. Mehrere Wochen oder Monate sind eigentlich Pflichtprogramm, damit die Narbe wirklich auf Dauer unauffällig bleibt.

Feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe sorgen dafür, dass die Narbe nicht juckt oder spannt. So wird das Aufkratzen vermieden und auch das unangenehme Spannungsgefühl sowie der Juckreiz vermindert.

Besonders große Narben können mithilfe von Narbensalbe und Kompressionskleidung deutlich in der Heilung beeinflusst werden.

Rizinusöl und Zwiebelextrakt sorgen übrigens dafür, dass sich die Farbe des Narbengewebes an die restliche Haut anpasst. Dieses Öl können Sie also auch als Narbenpflegeöl einsetzen.

Einige Narben, zum Beispiel Aknenarben, lassen sich auch durch den Einsatz von Hyaluronsäure verbessern. Die Hyaluronsäure regt die Produktion des hauteigenen Kollagens an, wodurch das Hautbild von innen aufgepolstert wird und Narben verbessert werden.

Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt oder eine Kosmetikerin gefragt werden, ob die gewünschte Narbencreme passend ist.

Creme gegen Narben – kosmetische Narbenpflege im Detail

Sehr praktisch für die tägliche Narbenpflege sind Narbenstifte oder auch Narbenroller, die mithilfe einer dünnen Rollspitze das Produkt auftragen. So kann schnell zwischendurch etwas für die Narbe getan werden.

Das Scar Corrective Gel* von Tomorrowlabs kommt zum Beispiel in einer praktischen Rolltube und kann immer in der Handtasche mit dabei sein. Die Narbensalbe auf Silikonbasis fördert die Heilung und hinterlässt innerhalb von Sekunden einen trockenen Schutzfilm über der Narbe. So werden die Symptome und die Sichtbarkeit der Narbe bestens minimiert. Die glättende Eigenschaften des Silikongel bewirken, das sie sofort etwas weniger auffällig.

Produkte mit einem hohen UV-Filter sind vor allem im Sommer Pflichtprogramm. Die Narben werden so vor der schädlichen Strahlung geschützt und bleiben hell und weich.

Viele Produkte können nachts zudem noch mit Pflastern gepflegt werden, die Wirkstoffe an das Bindegewebe abgeben. Auch hier wird wieder das körpereigene Kollagen angeregt.

Eine gute Narbensalbe macht die Narbe weich, blass und von der Elastizität her geschmeidig. So ist sie nicht nur optisch viel angenehmer, sondern sie macht auch weniger gesundheitliche Probleme.

Make-up Tricks bei Narben

Wie kann ich eine Narbe noch weniger sichtbar machen?

Wenn die Narbe nach aller Pflege mit Narbensalben immer noch störend auffällt, dann sind Kunstgriffe mit Make-up eine Option.

Camouflage Make up lässt sich für Gesicht und Körper anwenden und kann zudem wasserfest fixiert werden.

Manchmal reicht auch schon Bräunungscreme, um eine Narbe unsichtbar werden zu lassen.

Allerdings darf die Narbenpflege nicht vernachlässigt werden, nur weil diverse Produkte die Narbe zeitweise abdecken.

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