Welcher Nagelfräser ist der beste für mich? Meine drei Empfehlungen
Nicht jeder elektrische Nagelfräser ist für den gleichen Zweck gedacht. Besonders deutlich wird das bei der Drehzahl: Für die klassische Pflege von Natur- und Fußnägeln reicht ein vergleichsweise sanft arbeitendes Maniküregerät aus. Wer dagegen Gel- oder Acrylnägel bearbeiten und Modellagematerial abtragen möchte, benötigt meist deutlich mehr Leistung.
Deshalb habe ich drei unterschiedliche Geräte ausgewählt: einen leistungsstarken Nagelfräser für die regelmäßige Nagelmodellage, einen günstigen kabellosen Einstieg und ein klassisches Markenmodell für Maniküre und Pediküre.
COSLUS E50 – mein Favorit für Gel- und Acrylnägel
Der COSLUS E50* ist von meinen drei Empfehlungen am stärksten auf die eigentliche Nagelmodellage ausgerichtet. Mit bis zu 35.000 Umdrehungen pro Minute besitzt er genügend Leistungsreserven, um Gel- und Acrylnägel zu bearbeiten und vorhandenes Modellagematerial abzutragen.
Die Geschwindigkeit lässt sich regulieren und auf dem LCD-Display kontrollieren. Zusätzlich kann die Drehrichtung gewechselt werden. Das ist nicht nur für Links- und Rechtshänder praktisch, sondern erleichtert auch das Arbeiten an unterschiedlichen Seiten des Nagels.
Zum Set gehören verschiedene Fräser-Bits sowie 31 Schleifbänder. Damit deckt der COSLUS bereits viele typische Arbeiten rund um Maniküre, Pediküre und Nagelmodellage ab.
Für mich ist er deshalb der beste Allrounder der drei Geräte, wenn Sie regelmäßig mit Gel- oder Acrylnägeln arbeiten und mehr Leistung als bei einem einfachen elektrischen Maniküreset möchten.
- bis zu 35.000 Umdrehungen pro Minute
- für Gel- und Acrylnägel geeignet
- stufenlos einstellbare Geschwindigkeit
- Rechts- und Linkslauf
- LCD-Anzeige
Mein Fazit:
„Mein Favorit für Gel- und Acrylnägel. Mit bis zu 35.000 Umdrehungen pro Minute bietet der COSLUS deutlich mehr Leistung als klassische elektrische Maniküregeräte. Geschwindigkeit und Drehrichtung lassen sich gut an die jeweilige Anwendung anpassen – interessant für alle, die ihre Nagelmodellage regelmäßig selbst machen.“
JOREST – mein Preis-Leistungs-Tipp für Einsteiger
Der JOREST* erreicht ebenfalls bis zu 35.000 Umdrehungen pro Minute, verfolgt aber ein etwas anderes Konzept. Das kompakte Gerät besitzt einen Akku und kann deshalb ohne störendes Stromkabel verwendet werden.
Besonders interessant für Einsteiger finde ich die sechs Geschwindigkeitsstufen. Man kann mit einer niedrigen Drehzahl beginnen und sich mit zunehmender Erfahrung an höhere Geschwindigkeiten herantasten. Auch die Drehrichtung lässt sich wechseln.
Im Set sind 12 verschiedene Fräseraufsätze und drei Schleifscheiben mit unterschiedlicher Körnung enthalten, sodass sowohl Gel- und Acrylnägel als auch verschiedene Arbeiten bei der Maniküre und Pediküre möglich sind.
Wer einen preiswerten und kabellosen Nagelfräser für Zuhause sucht und erste Erfahrungen mit einer elektrischen Nagelfeile sammeln möchte, bekommt hier meiner Meinung nach das interessanteste Gesamtpaket.
- bis zu 35.000 Umdrehungen pro Minute
- 6 Geschwindigkeitsstufen
- für Gel- und Acrylnägel geeignet
- Rechts- und Linkslauf
- kabelloser Akkubetrieb
Mein Fazit:
„Mein Preis-Leistungs-Tipp für Einsteiger. Der JOREST kombiniert bis zu 35.000 Umdrehungen mit sechs festen Geschwindigkeitsstufen und kabellosem Betrieb. Dadurch kann man langsam beginnen und sich an höhere Drehzahlen herantasten. Eine interessante Wahl für die eigene Gel- oder Acrylnagel-Modellage zu Hause.“
Beurer MP 64 – meine Empfehlung für Naturnägel und Fußpflege
Der Beurer MP 64* unterscheidet sich bewusst von den beiden ersten Geräten. Mit maximal 4.400 Umdrehungen pro Minute ist er kein Hochleistungs-Nagelfräser zum schnellen Abtragen einer Gel- oder Acrylmodellage. Sein Schwerpunkt liegt vielmehr auf der klassischen Maniküre und Pediküre.
Dafür bringt das Beurer-Set gleich zehn verschiedene Aufsätze aus Saphir und Filz mit. Nägel können gekürzt, gefeilt und poliert werden; weitere Aufsätze sind für Nagelhaut und Hornhaut vorgesehen. Praktisch sind außerdem das integrierte LED-Licht und die Schutzkappe, die herumfliegenden Nagelstaub reduziert.
Der integrierte Akku ermöglicht bis zu zwei Stunden kabelloses Arbeiten. Drei Geschwindigkeitsstufen sowie Rechts- und Linkslauf erlauben es, das Gerät an die jeweilige Anwendung anzupassen.
Damit ist der MP 64 für mich die beste Wahl unter den drei Empfehlungen, wenn vor allem natürliche Finger- und Fußnägel gepflegt werden sollen und die umfangreiche Ausstattung eines klassischen Maniküre-/Pediküresets wichtiger ist als eine besonders hohe Drehzahl.
- 3 Geschwindigkeitsstufen
- 3.200 bis 4.400 Umdrehungen pro Minute
- Rechts- und Linkslauf
- akkubetrieben
- für Hände und Füße geeignet
Mein Fazit:
„Meine Empfehlung für klassische Maniküre und Pediküre. Der Beurer MP 64 arbeitet mit deutlich niedrigeren Drehzahlen als COSLUS und JOREST und ist deshalb weniger auf das schnelle Abtragen von Gel oder Acryl ausgerichtet. Dafür bietet das Markengerät mit 10 Aufsätzen eine sehr umfangreiche Ausstattung für Naturnägel, Nagelhaut und Fußpflege.“
Wofür kann man einen Nagelfräser einsetzen?
Ein Nagelfräser – auch elektrische Nagelfeile oder Nagelfräse genannt – arbeitet mit schnell rotierenden, austauschbaren Aufsätzen, den sogenannten Bits. Je nach Gerät und verwendetem Bit kann er ganz unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Bei Naturnägeln kann ein Nagelfräser zum Kürzen, Formen und vorsichtigen Glätten eingesetzt werden. Feine Bits eignen sich außerdem für Arbeiten rund um die Nagelhaut und den Nagelfalz.
Bei künstlichen Nägeln liegt der große Vorteil im schnelleren Abtragen von Gel, Acryl oder Gel-Lack. Gerade bei einer bestehenden Nagelmodellage spart ein geeigneter Fräser gegenüber einer Handfeile viel Zeit.
Auch bei der Pediküre können geeignete Aufsätze zum Kürzen und Formen der Fußnägel sowie zur kosmetischen Bearbeitung von Hornhaut verwendet werden.
Wichtig: Erkrankungen oder Verletzungen an Nägeln und Haut gehören nicht in die kosmetische Selbstbehandlung mit einem Nagelfräser. Warzen, Hühneraugen, entzündete Stellen oder auffällige Nagelveränderungen sollten Sie nicht einfach selbst abfräsen.
Wie viel U/min sollte ein guter Nagelfräser haben?
Die maximale Drehzahl allein entscheidet nicht darüber, ob ein Nagelfräser gut ist. Wichtig ist, dass sich die Geschwindigkeit passend zu Nagel, Material und verwendetem Bit regulieren lässt.
Für Arbeiten am Naturnagel und im Bereich der Nagelhaut wird mit vergleichsweise niedrigen Drehzahlen gearbeitet. Für Gel-Lack kann mehr Leistung notwendig sein, für das Abtragen von Gel oder Acryl noch einmal mehr.
Als grobe Orientierung:
Naturnägel und feine Arbeiten: niedriger Drehzahlbereich, häufig etwa 5.000 bis 10.000 U/min
Gel-Lack entfernen: häufig etwa 15.000 bis 20.000 U/min
Gel oder Acryl abtragen: häufig etwa 20.000 bis 30.000 U/min
Ein Gerät mit maximal 30.000 oder 35.000 U/min bietet deshalb ausreichend Leistungsreserve für eine Nagelmodellage. Das bedeutet aber nicht, dass Sie ständig mit maximaler Drehzahl arbeiten sollten. Entscheidend sind immer der verwendete Bit, die jeweilige Arbeit und die Herstellerangaben.
Genau hier unterscheiden sich meine drei Empfehlungen: COSLUS und JOREST bieten mit bis zu 35.000 U/min genügend Reserve für Gel und Acryl. Der Beurer MP 64 erreicht maximal 4.400 U/min und ist deshalb stärker auf klassische Maniküre, Pediküre und Naturnagelpflege ausgerichtet.
Wie benutzt man einen Nagelfräser richtig?
Setzen Sie zuerst den für die jeweilige Arbeit geeigneten Bit ein und prüfen Sie, ob er sicher befestigt ist. Beginnen Sie besonders als Anfänger mit einer niedrigen Geschwindigkeit.
Stützen Sie Hand und Arm gut ab und führen Sie den Fräser mit wenig Druck über den Nagel. Bleiben Sie nicht längere Zeit auf derselben Stelle, da durch Reibung Wärme entstehen kann. Erst wenn Sie das Gerät sicher kontrollieren können, erhöhen Sie die Drehzahl bei Bedarf.
Bei Gel oder Acryl wird Modellagematerial schrittweise abgetragen. Am Übergang zum Naturnagel ist besondere Vorsicht erforderlich: Hier sollte nicht einfach weitergefräst werden, nur um auch den letzten Rest möglichst schnell zu entfernen.
Wenn der Nagel unangenehm warm wird oder Schmerzen auftreten, stoppen Sie sofort. Nutzen Sie außerdem immer die Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts und die Empfehlungen für die verwendeten Bits.
Beim Fräsen von Modellagematerial entsteht feiner Staub. Eine gute Belüftung beziehungsweise Staubabsaugung und ein geeigneter Atemschutz sind deshalb sinnvoll.
Nagelfräser kaufen: Worauf sollte man achten?
Die wichtigste Frage vor dem Kauf lautet: Was möchten Sie mit dem Nagelfräser machen?
Wer hauptsächlich Naturnägel, Nagelhaut und Füße pflegen möchte, braucht keine maximale Drehzahl. Ein gut kontrollierbares Maniküre-/Pediküregerät wie der Beurer MP 64 kann dafür sogar die passendere Wahl sein.
Für Gel- und Acrylnägel sollte dagegen genügend Leistungsreserve vorhanden sein. Geräte bis etwa 30.000 oder 35.000 U/min sind hierfür wesentlich vielseitiger, sofern sich auch niedrige Drehzahlen einstellen lassen.
Eine regulierbare Geschwindigkeit ist besonders für Anfänger wichtig. Ebenso sinnvoll ist ein Rechts- und Linkslauf. Er erleichtert die Arbeit an beiden Händen und ist auch für Linkshänder interessant.
Achten Sie außerdem auf ein leichtes, vibrationsarmes und angenehm zu haltendes Handstück. Ein leistungsstarker Motor nützt wenig, wenn sich der Fräser schlecht kontrollieren lässt.
Ob Akku oder Kabel besser ist, lässt sich heute nicht mehr pauschal über die Leistung beantworten. Moderne Akku-Nagelfräser erreichen ebenfalls hohe Drehzahlen. Ein Akku bietet mehr Bewegungsfreiheit, während ein kabelgebundenes Gerät ohne Ladepause dauerhaft eingesetzt werden kann.
Schauen Sie schließlich auf das Zubehör. Nicht die größtmögliche Zahl an Bits ist entscheidend, sondern ob die richtigen Aufsätze für Ihre Anwendung enthalten sind.
Wie reinigt man einen Nagelfräser und die Bits?
Reinigen Sie Nagelfräser und verwendete Bits nach jeder Anwendung. Beachten Sie dabei immer die Hinweise des Herstellers, denn nicht jedes Material darf auf die gleiche Weise gereinigt oder desinfiziert werden.
Trennen Sie das Gerät zunächst vom Strom beziehungsweise schalten Sie es vollständig aus. Das Handstück lässt sich in der Regel mit einem leicht feuchten Tuch reinigen. Flüssigkeit darf dabei nicht in das Gerät gelangen.
Wiederverwendbare Bits sollten zunächst von Nagelstaub und Materialresten befreit und anschließend entsprechend ihrer Material- und Herstellerangaben gereinigt beziehungsweise desinfiziert werden. Danach müssen sie vollständig trocknen und sauber aufbewahrt werden.
Schleifhülsen sind dagegen normalerweise Einwegprodukte und sollten nach der Anwendung ausgetauscht werden.
Welche Nagelfräser-Bits braucht man?
Die austauschbaren Aufsätze eines Nagelfräsers werden Bits genannt. Material, Form und Körnung bestimmen, wofür ein Bit geeignet ist.
Diamant-Bits werden häufig für feinere Arbeiten rund um Naturnagel und Nagelhaut eingesetzt.
Hartmetall- beziehungsweise Carbide-Bits können Modellagematerial wie Gel oder Acryl besonders effektiv abtragen. Gerade grobe Varianten gehören nicht unbedacht auf den Naturnagel.
Keramik-Bits werden ebenfalls häufig zum Abtragen von Modellagematerial eingesetzt.
Schleifhülsen werden auf einen Mandrel-Träger gesteckt und können je nach Körnung zum Formen, Glätten oder Abtragen verwendet werden. Viele Schleifhülsen sind als Einwegartikel vorgesehen.
Auch die Form spielt eine Rolle. Kugel- und feine Kegel- beziehungsweise Flammenformen eignen sich beispielsweise für präzise Arbeiten an Nagelhaut und Nagelrand. Zylinder- und Barrel-Formen werden häufig zum flächigeren Bearbeiten von Modellagematerial verwendet.
Gerade für Anfänger gilt deshalb: lieber wenige passende Bits beherrschen, als ein riesiges Zubehörset ohne Kenntnis über die einzelnen Aufsätze zu verwenden.
Lohnt sich ein Nagelfräser für Zuhause?
Ein Nagelfräser kann sich vor allem dann lohnen, wenn Sie regelmäßig Gel- oder Acrylnägel bearbeiten oder Ihre Maniküre und Pediküre selbst erledigen möchten. Bei einer Nagelmodellage lässt sich altes Material wesentlich schneller abtragen als mit einer klassischen Handfeile.
Entscheidend ist jedoch nicht möglichst viel Leistung, sondern ein Gerät, das zu Ihrer Anwendung passt und sich gut kontrollieren lässt.
Für Gel und Acryl ist der COSLUS E50* mein Favorit unter den drei Empfehlungen. Der kabellose JOREST* ist mein Preis-Leistungs-Tipp für Einsteiger. Wer hauptsächlich Naturnägel sowie Hände und Füße pflegen möchte, ist mit dem sanfteren Beurer MP 64* besser bedient.
Häufige Fragen zum Nagelfräser
Welcher Nagelfräser ist der beste für Zuhause?
Für Gel- und Acrylnägel ist der COSLUS E50 mit bis zu 35.000 U/min meine erste Wahl. Der JOREST bietet eine günstigere, kabellose Alternative. Für Naturnägel und klassische Maniküre beziehungsweise Pediküre würde ich dagegen den Beurer MP 64 wählen.
Welcher Nagelfräser eignet sich für Anfänger?
Ein guter Nagelfräser für Anfänger sollte vor allem eine niedrige und gut kontrollierbare Anfangsdrehzahl ermöglichen. Deshalb gefällt mir der JOREST mit seinen sechs Geschwindigkeitsstufen als Einsteigergerät. Entscheidend ist, zunächst langsam zu arbeiten und die passende Technik zu lernen.
Wie viel U/min braucht ein Nagelfräser für Gelnägel?
Zum Abtragen von Gel oder Acryl wird häufig in einem Bereich von etwa 20.000 bis 30.000 U/min gearbeitet. Ein Nagelfräser mit maximal 30.000 bis 35.000 U/min bietet daher genügend Leistungsreserve. Die tatsächlich passende Geschwindigkeit hängt aber immer auch vom Bit und vom Material ab.
Sind 35.000 U/min für einen Nagelfräser notwendig?
Für Naturnägel sind 35.000 U/min nicht notwendig. Bei Gel- und Acrylnägeln bietet eine maximale Drehzahl von 30.000 bis 35.000 U/min jedoch sinnvolle Leistungsreserven. Wichtig ist, dass sich das Gerät auch deutlich langsamer betreiben lässt.
Kann man einen Nagelfräser auf Naturnägeln verwenden?
Ja, mit geeigneten feinen Bits und niedriger Drehzahl kann ein Nagelfräser auch zur Pflege von Naturnägeln eingesetzt werden. Dabei darf die Nagelplatte nicht unnötig dünn gefräst werden. Für reine Naturnagelpflege kann deshalb ein sanfteres Maniküregerät die bessere Wahl sein.
Welcher Fräser-Bit eignet sich zum Entfernen von Gel?
Zum Abtragen von Gel oder Acryl werden häufig Hartmetall-, Keramik- oder geeignete Schleifaufsätze verwendet. Welche Form und Körnung optimal ist, hängt von Materialstärke und Erfahrung ab. Grobe Bits sollten nicht direkt auf dem Naturnagel eingesetzt werden.
Ist ein Nagelfräser mit Akku oder Kabel besser?
Beides kann gut funktionieren. Akku-Nagelfräser bieten mehr Bewegungsfreiheit und erreichen inzwischen ebenfalls hohe Drehzahlen. Kabelgebundene Modelle müssen dagegen nicht zwischendurch geladen werden und eignen sich deshalb gut für längere Anwendungen.
Gibt es einen Nagelfräser-Test von Stiftung Warentest?
Einen speziellen aktuellen Vergleich von elektrischen Nagelfräsern habe ich bei Stiftung Warentest bislang nicht gefunden. Sobald dort ein entsprechender Test erscheint, werde ich die Ergebnisse hier berücksichtigen.
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