Sicherlich kennen Sie die Situation: Sie sitzen beim Friseur und werden gefragt, ob Sie eine Haarkur möchten, da Ihre Haare sehr strapaziert sind. Nach dem Termin fühlt sich Ihr Haar gepflegt und gesund an.
Sie nehmen sich vor, dass Sie ab jetzt daheim auch Ihre Haare öfter mit einer Haarkur verwöhnen wollen.
Doch oftmals bleibt es nur bei dem guten Vorsatz, denn die Fülle an Haarkuren lässt viele Frauen unsicher werden. Es gibt Produkte für trockenes, feines, geschädigtes oder coloriertes Haar. Wie soll Frau da nur die richtige Kur finden? Ohne unzählige Produkte testen zu müssen.
Als ausgebildete Friseurin und Make up & Hair Artist möchte ich Ihnen dabei helfen! Für mich beginnt die Auswahl mit einer einfachen Frage: Brauchen Ihre Haare vor allem mehr Geschmeidigkeit – oder fallen sie schon nach einer kleinen Portion Pflege platt zusammen?
Schauen wir genauer hin.
Hier finden Sie meine Auswahl an Haarmasken, eine klare Einordnung der Inhaltsstoffe und die passende Anwendung. Die beste Haarkur ist die, die zu Ihren Haaren und Ihrer Pflegeroutine passt. Ein hoher Preis allein sagt darüber wenig aus.
Beste Haarkur: meine Haarmasken im Vergleich
Wenn Sie direkt eine Richtung suchen: Garnier Aloe Vera Hair Food ist meine günstige silikonfreie Option für normale bis trockene Längen. Wella SP LuxeOil und L’Oréal Absolut Repair kommen bei rauem, strapaziertem Haar infrage. Nanoil ergänzt die Auswahl als Keratinmaske mit längerer Einwirkzeit; Olaplex Weightless richtet sich gezielt an feines bis mittelstarkes Haar.
Die Auswahl berücksichtigt Haartyp, Formulierung, Anwendung und Amazon-Verfügbarkeit. Sie ist ein redaktioneller Vergleich und kein gemeinsamer Labortest aller fünf Produkte.
| Bestseller Nr. 1 | Bestseller Nr. 2 | Bestseller Nr. 3 | Bestseller Nr. 4 | Bestseller Nr. 5 |
| Wella SP Luxeoil Keratin Mask* | Garnier Aloe Vera Hair Food* | L’Oréal Absolut Repair Maske* | Nanoil Keratin Hair Mask* | Olaplex Weightless Nourishing Mask* |
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Inhaltsmenge: 400 ml | Inhaltsmenge: 400 ml | Inhaltsmenge: 250 ml | Inhaltsmenge: 300 ml | Inhaltsmenge: 200 ml |
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Welche Haarkur ist ohne Silikone?
Von den fünf Haarmasken in diesem Vergleich ist Garnier Aloe Vera Hair Food silikonfrei. Wella SP LuxeOil, L’Oréal Absolut Repair, Nanoil Keratin Hair Mask und Olaplex Weightless enthalten Silikone. Wenn Sie bewusst darauf verzichten möchten, würde ich deshalb zuerst Garnier ansehen.
Das lässt sich an den Inhaltsstofflisten nachvollziehen: Bei Nanoil steht beispielsweise Silicone Quaternium-16, bei L’Oréal Amodimethicone. Auch Wella und Olaplex führen Silikonverbindungen auf. Pflanzenöle oder Keratin auf der Vorderseite des Tiegels bedeuten also nicht automatisch „ohne Silikone“.
Sind Silikone in einer Haarmaske schlecht?
So pauschal würde ich das nicht sagen. Silikone können die Haaroberfläche glätten, die Kämmbarkeit verbessern und Reibung vermindern. Das kann bei rauen, strapazierten Längen durchaus erwünscht sein. Bei feinem Haar entscheiden die gesamte Formulierung und die verwendete Menge darüber, ob die Pflege angenehm leicht bleibt.
Entscheidend ist das Ergebnis an Ihren Haaren.
Fühlen sich die Längen geschmeidig an und fällt die Frisur noch locker? Dann passt die Pflege eher zu Ihnen als eine Maske, nach der Sie sofort wieder waschen möchten. „Silikonfrei“ ist ein Auswahlkriterium, aber kein automatisches Qualitätsurteil.
Ohne Silikone, vegan oder Naturkosmetik – ist das dasselbe?
Nein. Eine silikonfreie Haarkur verzichtet auf Silikone. Vegan bezieht sich auf Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs. Zertifizierte Naturkosmetik folgt zusätzlich den Regeln eines entsprechenden Standards, etwa NATRUE oder COSMOS. Eine Maske mit Aloe Vera oder Pflanzenölen ist deshalb noch keine zertifizierte Naturkosmetik.
Garnier Aloe Vera Hair Food ist laut Hersteller silikonfrei und vegan; Olaplex Weightless ist vegan, enthält aber Silikone. Alle fünf ausgewählten Masken enthalten Duftstoffe. Wenn Sie eine parfümfreie Pflege suchen, passt daher keine davon zu diesem Wunsch.
Welche Haarmaske passt zu Ihrem Haartyp?
Haarkur für trockenes und sehr trockenes Haar
Fassen Sie einmal Ihre Haarspitzen an. Sind sie rau, verhaken sie sich beim Kämmen oder fehlt ihnen der Glanz? Dann lohnt es sich, eine pflegende Maske in den Längen auszuprobieren. Für normale bis trockene Haare bietet Garnier Aloe Vera Hair Food einen günstigen Einstieg. Bei kräftigerem, stärker beanspruchtem Haar würde ich auch Wella SP LuxeOil oder die reichhaltige L’Oréal Absolut Repair Maske in die engere Wahl nehmen.
Mehr Produkt ist dabei nicht automatisch besser. Beginnen Sie mit einer kleinen Portion und verteilen Sie sie dort, wo sich das Haar tatsächlich trocken anfühlt.
Haarkur für feines, trockenes Haar
Hier ist die Auswahl besonders knifflig. Sie wünschen sich weiche Spitzen, möchten aber nicht, dass die Frisur anschließend ohne jedes Volumen am Kopf hängt. Die Olaplex Weightless Nourishing Mask ist ausdrücklich für feines bis mittelstarkes Haar gedacht.
Ich würde die Ansätze aussparen und zuerst nur die unteren Längen pflegen. Auch eine leichte Maske kann bei zu großzügiger Dosierung beschweren. Wird Ihr Haar nach dem Trocknen strähnig, nehmen Sie beim nächsten Mal weniger oder verlängern den Abstand zwischen den Anwendungen.
Haarkur für coloriertes, blondiertes und geschädigtes Haar
Bei gefärbtem Haar gibt es unterschiedliche Wünsche: Soll die Farbe länger frisch wirken, fehlt den Längen Geschmeidigkeit oder brechen die Spitzen? Bei strapazierten Längen kommen beispielsweise L’Oréal Absolut Repair oder Nanoil Keratin Hair Mask infrage. Ist das Haar gleichzeitig fein, würde ich die leichtere Olaplex-Maske bevorzugt ansehen.
Pflege und Farbkorrektur sind zwei verschiedene Aufgaben. Die fünf Masken hier sind keine violett pigmentierten Anti-Gelbstich-Masken. Wenn Sie vor allem einen unerwünschten Gelbton loswerden möchten, hilft Ihnen mein Beitrag über Gelbstich und das Abmattieren der Haare weiter.
Bei starkem Haarbruch sollten Sie außerdem die Belastung durch Blondierung, Hitze und Reibung betrachten. Eine Maske kann die Pflege unterstützen, aber nicht jede Beschädigung rückgängig machen. Mehr dazu finden Sie unter Haarbruch und kaputte Haare: Was hilft?
Fettiger Ansatz, trockene Spitzen: Wohin mit der Kur?
Direkt in die trockenen Längen. Ein schnell nachfettender Ansatz braucht nicht automatisch eine reichhaltige Maske. Sparen Sie die Kopfhaut aus, wenn das Produkt dort nicht ausdrücklich angewendet werden soll. So können Sie die Spitzen pflegen, ohne die Ansätze zusätzlich zu beschweren.
Die fünf Haarkuren näher vorgestellt
Wella SP LuxeOil Keratin Mask: für raue Längen
Die Wella SP LuxeOil Keratin Restore Mask ist eine Option, wenn Sie sich mehr Geschmeidigkeit wünschen. Zur Formulierung gehören unter anderem Argan-, Mandel- und Jojobaöl sowie hydrolysiertes Keratin. Der 400-ml-Tiegel ist auch für längeres Haar interessant.
Sie enthält Silikone. Wer eine silikonfreie Routine verfolgt, greift in meiner Auswahl deshalb zu Garnier. Bei feinen Haaren würde ich Wella zunächst sparsam in den Spitzen ausprobieren.
Anwendung: Nach der Haarwäsche ins handtuchtrockene Haar geben, laut Hersteller etwa 5 Minuten einwirken lassen und sorgfältig ausspülen. Beachten Sie auch die Angaben auf Ihrem Tiegel.
- Für trockene, raue Haarlängen
- Mit Argan-, Mandel- und Jojobaöl
Mein Fazit:
„Eine gute Wahl für raue Längen, die mehr Geschmeidigkeit brauchen. Bei feinem Haar würde ich mit wenig Produkt beginnen.“
Garnier Aloe Vera Hair Food: günstige Haarkur ohne Silikone
Die Aloe-Vera-Maske bringt einen praktischen Vorteil mit: Sie lässt sich als ausspülbare Kur und in kleiner Menge als Leave-in verwenden. Das passt gut, wenn Sie für trockene Spitzen nicht gleich mehrere Produkte kaufen möchten.
Die vegane, silikonfreie Formel enthält unter anderem Aloe Vera und Glycerin. Sie ist für normales bis trockenes Haar gedacht. Parfümfrei ist sie allerdings nicht.
Anwendung: Als Maske 5–10 Minuten in den feuchten Längen und Spitzen lassen und ausspülen. Als Leave-in eine kleine Menge in die handtuchtrockenen Spitzen einarbeiten. Wirklich klein anfangen – nachgeben können Sie immer noch.
- Für normales bis trockenes Haar
- Mit Aloe Vera und Glycerin
Mein Fazit:
„Eine günstige Wahl für trockene Längen, wenn Sie eine silikonfreie Maske suchen, die auch als Leave-in geeignet ist.“
L’Oréal Absolut Repair: reichhaltige Pflege für strapaziertes Haar
Die klassische Absolut Repair Instant Resurfacing Maske aus der Serie Expert ist für geschädigtes Haar gedacht. Ihre cremige, reichhaltige Textur mit Quinoa und Protein macht sie vor allem für Längen interessant, die sich nach dem Waschen rau und widerspenstig anfühlen.
Hier geht es um die klassische Absolut Repair Maske mit 250 ml. Die Golden Masque und die Molecular-Produkte sind andere Varianten. Achten Sie beim Kauf also auf die genaue Bezeichnung.
Die Formel enthält Silikone und Duftstoffe. In die gewaschenen, handtuchtrockenen Längen einarbeiten, nach Packungsangabe einwirken lassen und gründlich ausspülen. Sehr feines Haar braucht davon unter Umständen nur wenig.
- Für strapaziertes, geschädigtes Haar
- Mit Gold-Quinoa und Protein
Mein Fazit:
„Eine reichhaltige Pflege für strapazierte Längen. Bei feinem Haar würde ich mit einer kleinen Menge beginnen.“
Nanoil Keratin Hair Mask: Pflege mit Keratin und Panthenol
Die Nanoil-Maske bleibt für beanspruchte Längen in meiner Auswahl. Sie enthält hydrolysiertes Keratin und Panthenol. Außerdem duften die Haare himmlisch! Wer Duftstoffe lieber meidet, sollte das bei der Auswahl allerdings berücksichtigen.
Nanoil ist nicht silikonfrei: Die Herstellerliste nennt Silicone Quaternium-16. Die Maske kann das Haar geschmeidiger und gepflegter wirken lassen; eine dauerhafte Reparatur selbst starker Schäden würde ich davon nicht erwarten.
Planen Sie ein bisschen Zeit ein. Nanoil empfiehlt nach der Haarwäsche 10–20 Minuten Einwirkzeit, anschließend wird die Maske gründlich ausgespült. Für die ganz schnelle Dusche ist eine kürzer einwirkende Kur praktischer.
- Für beanspruchtes, brüchiges Haar
- Mit hydrolysiertem Keratin und Panthenol
Mein Fazit:
„Eine pflegende Keratinmaske für beanspruchte Längen. Planen Sie etwas mehr Einwirkzeit ein; dauerhaft reparieren kann sie gespaltene Spitzen nicht.“
Olaplex Weightless Nourishing Mask: für feines bis mittelstarkes Haar
Wenn Ihre Haare Pflege brauchen, aber schnell platt wirken, ist diese Olaplex-Maske einen Blick wert. Der Hersteller richtet die Weightless Nourishing Mask gezielt an feines bis mittelstarkes Haar. Sie enthält 200 ml und ist nicht mit der früher hier vorgestellten No. 8 gleichzusetzen.
Die Formel ist vegan und proteinfrei, enthält aber Silikone und Duftstoffe. „Weightless“ bedeutet für mich deshalb nicht, dass man beliebig viel davon verwenden sollte: Bleiben Sie bei feinem Haar zuerst in den Längen und Spitzen.
Anwendung: Nach dem Shampoo im feuchten Haar verteilen, 3–5 Minuten einwirken lassen und ausspülen. Der Hersteller empfiehlt eine wöchentliche Anwendung.
- Für feines bis mittelstarkes Haar
- Leichte Feuchtigkeitspflege
Mein Fazit:
„Interessant für feines Haar, das Pflege braucht und schnell beschwert wirkt. Für eine silikonfreie Routine ist diese Maske nicht geeignet.“
Haarkur richtig anwenden: So bekommen die Längen ihre Pflege
Stellen Sie sich den nächsten Waschtag vor: Die Maske steht schon bereit, aber die Haare tropfen noch und Sie haben eigentlich nur ein paar Minuten. Genau hier hilft eine kleine Routine.
Für eine gewöhnliche Haarkur zum Ausspülen gehe ich so vor:
- Mit Shampoo waschen. Spülen Sie es gründlich aus. Ein spezielles Pre-Shampoo-Treatment wird anders angewendet; dabei gilt die Anleitung des jeweiligen Produkts.
- Wasser sanft ausdrücken. Die Haare sollen feucht bleiben. Drücken Sie überschüssiges Wasser mit einem Handtuch heraus, statt die Längen kräftig zu rubbeln.
- Die Maske in Längen und Spitzen verteilen. Beginnen Sie mit wenig Produkt und arbeiten Sie es gleichmäßig ein. Den Ansatz sparen Sie aus, sofern die Kur nicht ausdrücklich für die Kopfhaut vorgesehen ist.
- Die passende Einwirkzeit einhalten. Bei den ausgewählten Masken reicht sie von wenigen Minuten bis zu 10–20 Minuten. Ein kurzer Blick auf die Verpackung lohnt sich.
- Gründlich ausspülen. Verwenden Sie lauwarmes Wasser. Die Längen sollen sich gepflegt anfühlen, ohne dass sichtbare Produktrückstände zurückbleiben.
- Schonend trocknen und stylen. Eine Kur ersetzt keinen Hitzeschutz und macht das Haar nicht unempfindlich gegen sehr heiße Stylinggeräte.
Brauche ich nach der Haarkur noch Conditioner?
Nicht automatisch. Viele Masken übernehmen an diesem Waschtag die Aufgabe der Spülung. Manche Hersteller empfehlen dagegen ausdrücklich einen Conditioner danach. Entscheidend sind die Produktanleitung und Ihr Haargefühl – die feste Regel „Shampoo, immer Maske, immer Conditioner“ passt nicht zu jeder Pflege.
Wenn feines Haar nach dieser Kombination schwer herunterhängt, ist weniger oft der bessere Versuch.
Wie oft sollte ich eine Haarkur verwenden?
Einmal pro Woche ist ein guter Ausgangspunkt. Bei sehr trockenem Haar können je nach Produkt ein bis zwei Anwendungen sinnvoll sein. Fühlt sich Ihr Haar mit Shampoo und Spülung bereits gut an, brauchen Sie nicht zusätzlich bei jeder Wäsche eine Maske.
Beobachten Sie die Längen nach dem Trocknen: Lassen sie sich leichter kämmen? Fallen sie locker? Dann stimmt die Richtung. Werden sie strähnig oder verlieren deutlich an Volumen, reduzieren Sie Menge oder Häufigkeit.
Haarkur ohne Ausspülen: Welche darf als Leave-in im Haar bleiben?
Nur eine ausdrücklich dafür vorgesehene Kur sollte im Haar bleiben. Bei Garnier Aloe Vera Hair Food ist die Leave-in-Anwendung vorgesehen. Wella SP LuxeOil, die klassische L’Oréal Absolut Repair Maske, Nanoil Keratin Hair Mask und Olaplex Weightless werden nach der Einwirkzeit ausgespült.
Für die Garnier-Maske genügt als Leave-in eine kleine Menge in den handtuchtrockenen Spitzen. Sie müssen dafür nicht die Portion einer ganzen Haarmaske im Haar lassen. Das ist besonders bei feinen Haaren schnell zu viel.
Kann ich eine Haarkur über Nacht einwirken lassen?
Bei einer gewöhnlichen ausspülbaren Maske würde ich mich an die angegebene Zeit halten. Länger ist nicht automatisch wirksamer. Für eine Anwendung über Nacht wählen Sie ein Produkt, dessen Anleitung genau das vorsieht; keine der hier verglichenen Rinse-off-Masken empfehle ich pauschal als Overnight-Kur.
Was kann eine Haarkur wirklich leisten?
Eine gute Haarkur kann raues Haar glatter, weicher und leichter kämmbar machen. Pflegestoffe lagern sich an der Haaroberfläche an; je nach Inhaltsstoff und Haarschädigung können Bestandteile auch in die Faser gelangen. Wie gut sich das anfühlt, hängt von der Formulierung und Ihren Haaren ab.
Die Vorstellung, eine Maske verwandle dauerhaft jede geschädigte Stelle wieder in gesundes Haar, führt aber zu falschen Erwartungen. Gerade gespaltene Spitzen lassen sich durch Pflege allenfalls vorübergehend glätten.
Leider ist auch meine Erfahrung, dass Haarkuren bei Spliss nicht gut helfen. Meist müssen die gespaltenen Haarspitzen doch mit einer Schere entfernt werden.
Deshalb gehören zur Pflege auch ein behutsamer Umgang mit nassem Haar, weniger Reibung und eine passende Stylingtemperatur. Darüber schreibe ich ausführlicher bei Spliss und gespaltenen Spitzen.
Was ist der Unterschied zwischen Haarkur, Haarmaske und Spülung?
Haarkur und Haarmaske werden im Handel häufig gleichbedeutend verwendet. Aus dem Namen allein können Sie weder eine stärkere Wirkung noch eine bestimmte Einwirkzeit ableiten.
Eine Spülung oder ein Conditioner soll das Haar vor allem nach der Wäsche geschmeidiger und leichter kämmbar machen. Masken sind häufig reichhaltiger oder für eine längere Einwirkzeit formuliert. Die Grenzen sind fließend: Auch Conditioner pflegen, und nicht jede Maske ist automatisch besser als eine passende Spülung.
Haarkur selber machen: einfache Ideen für trockene Längen
Vielleicht möchten Sie lieber mit wenigen Zutaten aus der Küche experimentieren. Das kann Spaß machen – zumal sich vieles ohnehin im Kühlschrank findet. Eine selbst gemischte Kur ist allerdings nicht automatisch verträglicher und auch nicht so gleichmäßig formuliert wie eine fertige Haarmaske.
Bereiten Sie nur eine kleine Portion zu, verwenden Sie sie direkt und werfen Sie Reste weg. Zutaten, die Sie nicht vertragen, gehören auch nicht in Ihre Haarkur. Ich würde solche Mischungen nur in den Längen ausprobieren und die Kopfhaut aussparen.
Avocadokur mit etwas Öl
Zerdrücken oder pürieren Sie etwas sehr reifes Avocadofleisch möglichst fein. Geben Sie wenige Tropfen Oliven- oder Avocadoöl dazu; bei feinem Haar eher weniger. Verteilen Sie die Mischung in den Längen, lassen Sie sie etwa 20–30 Minuten einwirken und waschen Sie sie anschließend sorgfältig mit einem milden Shampoo aus.
Ein grober Avocadobrei lässt sich schlecht ausspülen. Das gründliche Pürieren ist hier der Handgriff, den Sie nicht überspringen sollten.
Quark-Öl-Kur für trockene Spitzen
Vermischen Sie drei Esslöffel Quark mit ein bis zwei Teelöffeln Olivenöl. Geben Sie die Mischung für etwa 15 Minuten in die Längen und waschen Sie sie danach gründlich aus. Das ist eine einfache Pflegeidee zum Ausprobieren, keine nachgewiesene Reparaturkur gegen Haarbruch oder Spliss.
Auch ein wenig Kokosöl lässt sich als Pflege vor der Haarwäsche ausprobieren. Ob Ihnen das Haargefühl gefällt, merken Sie am besten zunächst an einer kleinen Menge in den Spitzen.
Hier sehen Sie einen Selbstversuch mit einer selbst gemachten Haarkur gegen trockene Spitzen:
Häufige Fragen zur besten Haarkur
Welche Haarkur ist Testsieger?
Ein Testsieger gilt immer für die Produkte, Kriterien und den Zeitpunkt des jeweiligen Tests. Hier vergebe ich deshalb keinen pauschalen Testsieger-Titel. Meine Auswahl soll Ihnen zeigen, welche Maske zu Ihrem Haar passt: silikonfrei, reichhaltig, mit Keratin oder ausdrücklich für feines Haar.
Muss eine gute Haarmaske teuer sein?
Nein. Eine günstige Maske kann gut zu Ihren Haaren passen. Vergleichen Sie Formulierung, Anwendung und den Grundpreis pro 100 ml oder Liter. Ein kleiner Tiegel zum höheren Preis muss nicht die bessere Wahl sein. Entscheidend ist, ob Sie mit wenig Produkt das gewünschte Haargefühl erreichen.
Hilft eine Haarkur beim Haarwachstum?
Eine gewöhnliche Haarmaske pflegt die vorhandenen Haarlängen. Sie ist kein Mittel, um das Haarwachstum an der Wurzel zu beschleunigen. Wenn sich das Haar durch passende Pflege leichter entwirren lässt und weniger abbricht, können die Längen trotzdem besser erhalten bleiben.
Welche Haarkur würde ich zuerst ausprobieren?
Für eine günstige, silikonfreie Pflege normaler bis trockener Längen würde ich Garnier Aloe Vera Hair Food ansehen. Bei rauem, kräftigerem Haar kommen Wella SP LuxeOil oder L’Oréal Absolut Repair infrage. Für feines Haar ist Olaplex Weightless die gezieltere Option; Nanoil passt zu dem Wunsch nach einer Keratinmaske und etwas mehr Pflegezeit.
Fangen Sie mit einer Maske an. So merken Sie viel besser, ob gerade diese Pflege Ihren Haaren guttut.
Weiterlesen: passende Pflege für Ihre Haare
- Haaröl auswählen und richtig dosieren
- Haarserum: Pflege für Längen und Spitzen
- Naturlocken pflegen und stylen
- Olaplex No. 3: ein Treatment vor der Haarwäsche
- Blondierung und Blondierwäsche
- Welche Haarfarbe passt zu mir?
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(18 Bewertung(en), im Durchschnitt: 4,61 von 5)
2 Reaktionen auf “Beste Haarkur: Welche Haarmaske passt zu Ihren Haaren?”
Sabine Treum
10. Juli 2015Wow so viele Tipps und so gute! Da ihr euch auszukennen scheint, frage ich statt in irgend einem „Frauenforum“ mal hier nach: Ich habe das seltene Pech, dass meine Haare zusehends dünner werden. Bin jetzt 34 Jahre alt und so langsam ist das Problem nicht mehr zu übersehen. Jedes Mal nach der Haarwäsche ist der Abfluss voll mit Haaren. Da hab ich echt Angst dass ich bald ohne dastehe! Als ich mich neulich meiner besten Freundin anvertraut habe und ihr von meiner Angst erzählt habe, hat sie mir von sog. „Fue Haartransplantationen“ erzählt die das Problem dauerhatf lösen sollen. Ich zweifle aber daran, Google gibt mir da eher fragwürdige Ergebnisse, auch an vollmundigen versprechen wie „Der Vorteil einer FUE-Haartransplantation ist das dauerhafte Resultat. Die FUE-Methode ist ideal geeignet, um das natürliche ehemalige Haarbild wiederherzustellen.“ (Quelle ist eines dieser wahrsch. fragwürdigen Ergebnisse: //www.medical-exclusive.com/haartransplantation/fue-haartransplantation.html) kann ich nicht so recht glauben. Deswegen frage ich erst einmal sie: Ist das eine seriöse Methode, gibt es seriöse Anbieter oder muss ein „Haar wie früher“ ein Wunschtraum bleiben?
LG Sabine
Marita
10. Juli 2015Liebe Sabine,
vielen Dank für deine guten Worte und die Offenheit mit der du dein Problem beschreibst. Ich habe vor kurzem einen Artikel mit meinen Tipps zum Thema Haarausfall veröffentlicht. Magst du ihn dir mal anschauen Fakten Haarausfall, vielleicht hilft es dir weiter? Zu dem von dir genannten Anbieter kann ich leider gar nichts sagen! Grundsätzlich finde ich Haartransplantationen einen sehr massiven Eingriff. Aber das muss jede Frau letztlich für sich selbst entscheiden.
Schöne Grüße
Marita