Was versteht man unter Microneedling?
Es handelt sich bei dieser Behandlung um eine kosmetische Anwendung, die nichts mit einer Operation gemeinsam hat. Da die Haut durch die feinen Nadeln leicht verletzt wird, bezeichnet man die Methode auch als minimal-invasiv. Man macht sich bei der Technik die Reparaturwirkung der Haut zunutze.
Durch die winzigen Einstiche setzt die Selbstheilung der Haut ein und die Kollagenproduktion wird angeregt. Die sich erneuernde Haut ist faltenfreier, ohne störende Pigmentflecken und ohne Narbengewebe.
Kollageninduktionstherapie ist das Zauberwort der Stunde, für das die Wissenschaft gar keine einheitliche Erklärung bieten kann. Fakt ist, dass ein gesundes, hautverjüngendes Bild durch die Therapie mit den feinen Nadeln gefördert wird.
Was brauchen Sie für das Microneedling daheim?

Zuerst einmal benötigen Sie einen Dermaroller oder einen Needling Pen, der elektrisch funktioniert.
Der Dermaroller ist ein mechanisches Gerät, bei dem eine Walze mit feinen Nadeln über die Problemzonen geführt wird.
Der Needling Pen hingegen sticht vertikal ein und bietet ein Maximum an Sicherheit. Die meisten Geräte lassen sich sehr genau auf die Einstichtiefe einstellen und die Nadelaufsätze werden nach jeder Anwendung gewechselt.
Ein guter Dermaroller, der auch Dermawalze genannt wird, verfügt über fast 200 feine Edelstahlnadeln.
Bitte achten Sie darauf, dass Sie beim Kauf auf Qualität setzen, denn günstige Dermaroller verwenden auch andere Metalle, die nicht besonders hautfreundlich sind.
Chirurgischer Edelstahl bietet hier die optimale Qualität. Dieses Material bleibt lange formstabil und die Nadelspitzen werden nicht fasrig.
Wenn Sie sich für einen Dermapen entscheiden, ist es wichtig, dass das Gerät ebenfalls auch auf hochwertige Nadelaufsätze setzt. Der hauptsächliche Vorteil des Dermapens liegt darin, dass Sie wesentlich punktgenauer Ihre Problemzonen behandeln können.
Zudem lässt sich die Einstichtiefe genau festlegen und das Gerät sticht je nach Geschwindigkeit genau in dieser Tiefe blitzschnell in die Haut.
Mittlerweile gibt es genügend Geräte, die für den Heimgebrauch konzipiert sind.
Wie müssen Sie das Micro Needling anwenden?
Wichtig ist, dass Sie erst einmal antesten, ob Ihre Haut nicht zu heftig auf das Needling reagiert.
Wählen Sie anfangs immer eine geringe Einstichtiefe und gehen Sie nicht zu oft über die gleiche Stelle.
Hygiene ist bei der Anwendung sehr wichtig. Die Haut sollte vor dem Microneedling gereinigt und entfettet werden. Desinfektionsmittel nach der Behandlung sollte ebenfalls bereitstehen.
Viele Anwender setzen zudem auf die Benutzung von Einweghandschuhen. So wird die Sauberkeit wirklich gewährleistet.
Es versteht sich von selbst, das verletzte und entzündete Hautareale nicht behandelt werden sollten.
Schmerzempfindliche Personen können übrigens eine Betäubungscreme auftragen, die dafür sorgt, dass die Prozedur angenehmer abläuft. Viele Anwender sagen allerdings, dass sie diese nicht benötigen.
Die feinen und offenen Kanäle in der Haut schließen sich relativ zügig wieder. Deshalb sollten pflegende Wirkstoffe relativ schnell auf die behandelte Haut aufgebracht werden.
Gegen Hautalterung wird sehr gerne Hyaluronserum empfohlen. Empfindliche Haut reagiert besonders gut auf Produkte, die speziell auf das Microneedling zugeschnitten sind.
Hyaluronsäure kann unabhängig von jedem Alter genutzt werden. Die Säure bindet unglaubliche Mengen Feuchtigkeit in der Haut und polstert diese so auf. Da die kleinen Verletzungen ein tieferes Eindringen in die Haut ermöglichen, ist die Wirkung von Hyaluronsäure so deutlich effektiver.
Auch Vitamin C Serum wird sehr gerne nach der Behandlung verwendet, da es gute Anti-Aging-Eigenschaften aufweist.
Die Produkte sollten nach Möglichkeit ohne Duftstoffe sein und keine Ihnen bekannten Allergene aufweisen. Sterile Seren sind besonders sicher in der Anwendung.
Wie funktioniert die Behandlung im Gesicht?

Gehen Sie bei der ersten Anwendung besonders vorsichtig vor und beginnen Sie mit einer niedrigen Geschwindigkeit und sehr geringer Nadeltiefe.
Die Wundversorgung der Haut setzt direkt ein, wenn Sie mit der Anwendung gestartet haben. Dieser Effekt ist gewünscht, sodass Sie nicht erschrecken brauchen, wenn die Haut etwas anschwillt und es zu Rötungen kommt.
Auch ein klein wenig Blut kann fließen, diese Blutungen sind schmerzarm. Die Thrombozyten verdicken sich sofort zusammen mit Fibronektin und rufen diese Reaktion hervor. Dadurch entsteht eine schützende Schicht, die die Haut vor äußeren Einflüssen beschützen soll.
In den nächsten fünf bis sechs Tagen arbeitet die Haut dann an der eigentlichen Reparatur und Neubildung. Neu gebildete Kollagenfasern polstern die Hautschichten auf.
Die Hautregeneration lassen sie straffer, frischer und vitaler wirken. Die Haut wird also durch die winzigen Verletzungen quasi überlistet, sich selbst zu regenerieren.
Ein erstes Ergebnis ist schnell sichtbar, da die Durchblutung der Haut verbessert wird und sie dadurch auch praller wirkt. Damit das Resultat aber dauerhaft bleibt, müssen Sie je nach Problematik die Stellen ungefähr vier bis sechsmal behandeln.
Geben Sie der Haut zwischen den einzelnen Behandlungen genügend Zeit, sich zu regenerieren und den Herstellungsprozess der Kollagene zu beenden.
Narbengewebe kann auch durchaus mehr Behandlungen benötigen, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.
Die Qual der Wahl – lieber Dermaroller oder Dermapen?
Diese Auswahl ist, wie immer, nicht ganz einfach zu beantworten.
Es gibt Anwender, die mit dem Dermaroller sehr zufrieden sind. Durch den Unterschied im Druck kann die Behandlung mit dem Roller sehr gut gesteuert werden, sodass es nicht schmerzhaft wird. Andererseits ist die Einstichtiefe bzw. Eindringtiefe der Nadeln vorgegeben. Sie können also mit einem Dermaroller nicht so genau auf die unterschiedlichen Zonen eingehen.
Ein Dermapen hingegen hat einstellbare Einstichtiefen. So können Sie sich bequem an die richtige Einstellung herantasten und erreichen ein optimales Ergebnis. Auch die Anzahl der Stiche, Hübe genannt, sind beim Dermapen elektrisch gesteuert. Dadurch ist der Pen generell etwas effizienter.
Allerdings nützt ein solches Gerät nichts, wenn Sie ungern technisches Gerät an Ihre Haut und an den Körper heranlassen.
Dann ist der manuelle Dermaroller die bessere Wahl.
Was bringt Microneedling wirklich? Gegen welche Hautprobleme hilft es?
Ich habe die gängigen und behandelbaren Hautprobleme einmal in einer Liste zusammengefasst. So ist die Übersicht schnell und einfach.
- Hautunreinheiten und Pickel
- Akne (nur nach ärztlicher Rücksprache empfohlen)
- Falten
- Narben (Brandnarben, Operationsnarben)
- Große Poren
- Pigmentflecken/Altersflecken sowie Pigmentstörungen
- Couperose und Rosacea (nach ärztlichem Rat)
- Cellulitis (Verbesserung)
- Dehnungsstreifen, Schwangerschaftsstreifen (längere Behandlungsphase)
- Augenringe und Tränensäcke (nur für geübte Anwender)
- Gesichtsbehaarung
Bei einigen dieser Hautprobleme ist die Anwendung des Verfahrens durch einen Arzt oder eine erfahrene Mitarbeiterin aus Kosmetikstudios ratsamer. Gerade empfindliche Stellen müssen sehr sorgfältig behandelt werden.
Für viele alltägliche Probleme hingegen ist die Heimanwendung mit dem besten Microneedling Gerät ideal.
Wann sollten Sie Ihre Haut nicht mit Micro Needling behandeln?
Geschädigte und gereizte Hautbilder oder Hautoberflächen sind immer eine Gegenanzeige und Kontraindikationen für tief wirkende kosmetische Behandlungen.
Verzichten Sie bitte auf Microneedling bei:
- Akuter Akne
- Offenen Wunden
- Verbrennungen
- Sonnenbrand
- Allergischen Reaktionen
- Einnahme von Blutverdünnern (Arzt befragen)
- Wassereinlagerungen
Im Zweifelsfall sollten Sie immer einige Tage oder Wochen warten, wenn Ihre Haut und das Bindegewebe sich nicht im Normalzustand befindet.
Ärztlicher Rat ist immer dann einzuholen, wenn die Probleme längerfristig bestehen oder Sie mit Nebenwirkungen kämpfen.
Wie hoch sind die Kosten für Microneedling?

Professionelle Behandlungen können je nach Hautareal und Hautproblem sehr unterschiedliche Preise haben. Es empfiehlt sich deshalb, immer vorher genau nachzufragen, was eine Sitzung kostet und wie viele Sitzungen ungefähr nötig sein werden.
Bei der Heimanwendung müssen neben den Anschaffungskosten auch die Kosten für das Verbrauchsmaterial berechnet werden.
Neben dem eigentlichen Gerät benötigen Sie Desinfektionsmittel, Betäubungscreme, Einweghandschuhe und aufbauende Seren.
Bei Dermapens müssen die Aufsätze entweder gründlich desinfiziert werden, oder Sie kaufen ein Gerät mit austauschbaren Einwegnadeln. Diese Kosten müssen im Budget natürlich berücksichtigt werden.
In der Arztpraxis bzw. bei der Kosmetikerin sind die Kosten natürlich aufgrund des Personals deutlich höher als in der Heimanwendung.
Deshalb sind eigene Anwendungen bei unkomplizierten Hautproblemen durchaus ohne Risiken zu empfehlen. Nutzen Sie einfach das von uns empfohlene beste Microneedling Gerät.
Welcher Microneedling Pen ist der beste?
Mein aktueller Favorit unter den Microneedling-Geräten für zu Hause ist der Dr. Pen M8S. Er verbindet eine präzise Einstellung der Nadeltiefe mit mehreren Geschwindigkeitsstufen und lässt sich dadurch an unterschiedliche Hautpartien und persönliche Erfahrungen mit dem Microneedling anpassen.
Platz 1: Dr. Pen M8S Microneedling Set
Der Dr. Pen M8S* arbeitet mit vertikalen Nadelbewegungen und ermöglicht eine stufenlose Einstellung der Nadeltiefe von 0 bis 2,5 Millimetern. Dadurch lässt sich die Behandlung wesentlich genauer kontrollieren als mit einem klassischen Dermaroller. Für die Anwendung zu Hause sollte jedoch grundsätzlich mit einer sehr geringen Nadeltiefe begonnen und die Bedienungsanleitung genau beachtet werden.
Je nach gewählter Einstellung arbeitet der Microneedling Pen mit etwa 7.000 bis 15.000 Bewegungen pro Minute. Das ermöglicht eine gleichmäßige Behandlung, ohne dass das Gerät wiederholt über dieselbe Hautstelle geführt werden muss. Ein LED-Display erleichtert dabei die Kontrolle der gewählten Einstellung.
Gut gefällt mir außerdem, dass das Set bereits zwölf austauschbare Nadelkartuschen enthält. Die Aufsätze sind für den einmaligen Gebrauch vorgesehen und sollten nach jeder Anwendung entsorgt werden. Das ist hygienischer und erspart die Wiederverwendung bereits benutzter Nadeln.
Der rutschfeste Griff liegt sicher in der Hand und ermöglicht eine kontrollierte Führung. Da der Dr. Pen M8S über USB aufgeladen wird, kann er während der Behandlung kabellos verwendet werden.
Ein weiterer Vorteil ist seine Vielseitigkeit: Einsteiger können zunächst mit einer niedrigen Geschwindigkeit und sehr geringer Nadeltiefe beginnen. Erfahrenere Anwender haben anschließend genügend Einstellmöglichkeiten, um das Gerät an unterschiedliche Hautbereiche anzupassen.
Der Dr. Pen M8S ist ein umfangreich ausgestatteter Microneedling Pen mit präzise einstellbarer Nadeltiefe, mehreren Geschwindigkeitsstufen und zwölf mitgelieferten Einwegkartuschen. Für alle, die statt eines einfachen Dermarollers ein flexibel einstellbares elektrisches Gerät suchen, ist er aktuell meine Empfehlung.
Mein Fazit:
"Die Haut sieht bereits nach wenigen Anwendungen praller und ebenmäßiger aus. Angenehm leise in der Bedienung und leicht zu reinigen!"
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Vielleicht ist Ihnen noch gar nicht bewußt, wie Sie sich mit dem besten Microneedling Gerät von einigen Hautproblemen befreien können?
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1 Reaktionen auf “Bestes Microneedling-Gerät für zu Hause: Pen und Dermaroller im Vergleich”
Dario
21. April 2020Danke für diesen tollen Blog. War sehr interessant zu lesen.